Smadar Kahanas Exklusivinterview mit Bürgermeisterin Ángeles Muñoz

From Rapid Expansion to Urban Maturity:

Marbella durchläuft derzeit einen historischen Wandel. Die Stadt, die seit langem als eines der beliebtesten Reiseziele am Mittelmeer gilt, richtet ihren Fokus nun gezielt auf Rechtssicherheit, nachhaltigen Luxus und das Leben das ganze Jahr über. Um diesen entscheidenden Moment in der Entwicklung der Gemeinde besser zu verstehen, traf sich unsere Geschäftsführerin Smadar Kahana kürzlich mit Bürgermeisterin Ángeles Muñoz und brachte alle dringenden Fragen zur Sprache, die wir regelmäßig von unseren Käufern, Verkäufern und internationalen Investoren erhalten. Die Antworten der Bürgermeisterin offenbaren eine klare, moderne Vision für die Zukunft Marbellas, bei der Qualität entschieden Vorrang vor Quantität hat. 

Smadar Kahana (E&V Marbella CEO) and Angeles Muñoz (Marbella Mayor)

Die Beseitigung städtischer Unsicherheit

Seit Jahren müssen sich Käufer, Verkäufer und Bauträger in Marbella mit einer hohen städtebaulichen Komplexität auseinandersetzen. Als Smadar Bürgermeisterin Muñoz fragte, inwiefern die kürzlich erfolgte Verabschiedung des Allgemeinen Stadtentwicklungsplans (PGOM) die alltäglichen Verwaltungsabläufe im Rathaus grundlegend vereinfacht, fiel die Antwort der Bürgermeisterin zuversichtlich und eindeutig aus:

„Wir haben den Übergang von einer komplexen Situation zu einer klaren und geordneten Situation geschafft“, erklärte sie. „Der neue Allgemeine Stadtentwicklungsplan (PGOM), der an das andalusische Gesetz zur territorialen Nachhaltigkeit (LISTA) angepasst wurde, wird die Stadt endlich so anerkennen, wie sie tatsächlich ist, und das verändert alles. In der Praxis bedeutet dies, dass jeder, der sich an die Stadtverwaltung wendet, von Anfang an weiß, was er tun kann und wie er vorgehen muss. Die Regeln sind festgelegt, die Nutzungsmöglichkeiten sind klar, und ein Großteil der Unsicherheit verschwindet.“

Villa Annabel luxury villa marbella

Marbellas Stadtplanung entschlüsselt: Der PGOM und der POU erklärt

In der Vergangenheit stützten sich spanische Gemeinden auf ein einziges, komplexes Dokument, den sogenannten PGOU, um die gesamte Stadtplanung zu regeln. Heute leistet Marbella Pionierarbeit bei der Einführung eines wesentlich einfacheren Modells, indem diese schwerfällige Bürokratie in zwei eigenständige, hochspezialisierte Instrumente aufgeteilt wird: den PGOM und den POU. Durch den kombinierten Einsatz von PGOM und POU ist es der Stadtverwaltung gelungen, ihre Verwaltung zu straffen und jahrzehntelange bürokratische Hürden zu überwinden.

Für Grundstückseigentümer, Bauträger und internationale Investoren sorgt dieser duale Ansatz dafür, dass die Spielregeln von Anfang an glasklar sind. Auf der Grundlage des rechtlichen Rahmens des LISTA-Gesetzes gewährleisten diese beiden Instrumente gemeinsam sowohl Rechtssicherheit als auch Effizienz im Alltag:

PGOM (General Municipal Development Plan) POU (Specific Urban Plan)
Geltungsbereich: Dient als allgemeines Planungsinstrument auf Makroebene für die gesamte Gemeinde. Geltungsbereich: Dient als spezifisches Planungsinstrument auf Mikroebene, das sich auf bestehende Stadtgebiete konzentriert.
Schwerpunkt: Der Plan widmet sich ausschließlich der Strukturplanung. Er umreißt das langfristige Wachstumsmodell der Stadt, Umweltschutzzonen und wichtige Infrastrukturnetze (wie Hauptverkehrsstraßen und Wasserversorgungssysteme). Schwerpunkt: Der Schwerpunkt liegt auf der detaillierten Stadtplanung. Die Abteilung ist für die „alltäglichen“ Vorschriften zuständig und legt konkrete Gebäudehöhen, die Flächennutzung im Straßenbereich, Grundstücksgrenzen sowie die genaue Nutzung der Grundstücke (Wohn- bzw. Gewerbezwecke) fest.
Kernziel: Die Realität der Stadt, wie sie heute tatsächlich ist, offiziell anzuerkennen und damit eine stabile rechtliche Grundlage sowie eine langfristige Vision für Marbella zu schaffen. Kernziel: Optimierung der kommunalen Verwaltung durch Festlegung der genauen technischen Vorschriften, die für die zügige Bearbeitung von Baugenehmigungen und die Durchführung kommunaler Projekte erforderlich sind.
Hierarchie: Dient als grundlegendes Rahmenwerk. Der PGOM legt die absoluten Grenzen fest, denen kein anderer lokaler Plan widersprechen darf. Hierarchie: Arbeitet streng innerhalb der vom PGOM festgelegten Grenzen und setzt dessen allgemeine strukturelle Vision in umsetzbare, alltägliche Leitlinien für die Bewohner um.

Erreichen eines rechtlichen „Schutzschilds“

In der Welt der internationalen Immobilien ist Rechtssicherheit das höchste Gut. Smadar ging direkt auf diesen Punkt ein und betonte, dass unsere Kunden absolute Sicherheit benötigen. Als Smadar fragte, ob eine Immobilienlizenz in Marbella nun das gleiche Maß an langfristiger Sicherheit und institutionellem Prestige biete wie eine Weltmetropole wie London oder Madrid, äußerte sich Bürgermeister Muñoz außerordentlich deutlich:

„Marbella hat in Sachen Rechtssicherheit einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht, denn zum ersten Mal seit Jahrzehnten verfügt die Stadt über einen klaren, kohärenten und stabilen Rahmen, der zudem mit den aktuellen regionalen Vorschriften im Einklang steht“, erklärte der Bürgermeister. „Heute können wir sagen, dass wir mit den großen internationalen Märkten auf Augenhöhe sind. Genau das suchen Investoren: klare Regeln, Stabilität und Sicherheit bei ihren Entscheidungen. Anstatt also von ‚Schutz‘ im absoluten Sinne zu sprechen, geht es um ein Szenario maximaler Sicherheit im Rahmen der spanischen Stadtplanung, wodurch wir uns langfristig als zuverlässiger und wettbewerbsfähiger Standort positionieren.“

Städtische Reife und nachhaltiger Luxus

Anstatt auf eine rasche Expansion zu drängen, verfolgt Marbella bewusst eine Philosophie der „urbanen Reife“. Wir haben die Bürgermeisterin gefragt, wie sich die Stadt durch diese spezifische Politik von anderen Mittelmeerzentren abhebt und wie dadurch sichergestellt wird, dass die Marke Marbella ein globaler Maßstab für Boutique-Luxus bleibt. In ihrer Antwort zog sie eine klare Grenze hinsichtlich der Stadtgrenzen:

„Wir wollen nicht um jeden Preis wachsen, sondern auf die richtige Art und Weise“, antwortete die Bürgermeisterin. „Wir haben aus den Fehlern anderer Reiseziele gelernt und setzen auf Qualität statt Quantität. Das bedeutet, die Standards in etablierten Gebieten zu verbessern und anzuheben, anstatt unkontrolliert zu expandieren. Diese Strategie schafft echte Exklusivität und schützt die Marke Marbella.“ Auf die Frage, wie die Stadt diese hochkarätigen Bauvorhaben ermöglicht und gleichzeitig ihr Naturerbe schützt, erklärte Bürgermeisterin Muñoz, dass der Stadtrat für Rechtssicherheit und administrative Effizienz sorge, dabei aber äußerst hohe Anforderungen stelle. Erstklassige Unternehmen müssen die Umwelt durch strenge Energieeffizienz, sorgfältige Einbindung in die Landschaft und den Schutz des lokalen Mikroklimas respektieren. „Es gibt eine klare Grenze: den Respekt vor der Umwelt. Wir sprechen von Energieeffizienz, Einbindung in die Landschaft und Schutz des Mikroklimas. Denn heute ist die Umwelt der wahre Luxus, und genau das schützen wir.“

arco de entrada a Marbella

Eine Zukunft für das ganze Jahr gestalten

Mit Blick auf das Jahr 2030 entwickelt sich Marbella rasch zu einem bevorzugten ganzjährigen Wohnort für Weltbürger. Auf die Frage, welche konkreten Infrastrukturprojekte sie priorisiert, um die Kluft zwischen einem bloßen Besuch in Marbella und einem echten Leben hier zu überbrücken, nannte sie drei Hauptschwerpunkte:

  • Anbindung: Die Stadt arbeitet daran, die Mobilität und die Anbindung an das Umland drastisch zu verbessern. Um dies zu erreichen, fordert die Stadtverwaltung von den zentralen Regierungsbehörden erhebliche Verbesserungen im Verkehrsbereich.
  • Öffentliche Räume: Es besteht ein klares, kontinuierliches Engagement für die Schaffung einer lebenswerteren Stadt mit reichlich Grünflächen und speziellen Bereichen für soziale Kontakte.
  • Digitale Infrastruktur: In Anerkennung der Bedürfnisse moderner Berufstätiger betrachtet die Stadt eine robuste digitale Infrastruktur als Schlüsselelement, um internationale Talente anzuziehen, die von Marbella aus im Homeoffice arbeiten möchten.

Am Ende ihres Gesprächs wird das oberste Ziel all dieser Bemühungen des Bürgermeisters bemerkenswert deutlich: Marbella ist nicht mehr nur ein Urlaubsziel, sondern eine sichere Stadt der Spitzenklasse, in der Menschen getrost ein Leben aufbauen können. Durch die bewusste Harmonisierung von wirtschaftlicher Entwicklung, sozialem Wohlergehen und strengem Umweltschutz erhebt der neue Planungsrahmen Marbella aktiv zu einem führenden Kompetenzzentrum. Es handelt sich um eine langfristige Vision, die darauf abzielt, die Stadt von einem saisonalen Rückzugsort in einen ausgereiften, ganzjährigen Wohnort mit einem zunehmend ausgewogenen Angebot zu verwandeln. Letztendlich sorgt die Stadtverwaltung durch unerschütterliche Rechtssicherheit und ihr Bekenntnis zu nachhaltigem Luxus dafür, dass Marbella nicht nur für internationale Besucher äußerst attraktiv bleibt, sondern auch für seine ständigen Einwohner ein äußerst angenehmer und stabiler Ort ist.

Geschrieben von
Carlos Manso
Carlos Manso

Digitaler Koordinator

„Bauen Sie digitale Brücken zu Ihrem nächsten Zuhause in Marbella“

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